Walk A Way – ein naturpädagogisches Projekt

Dieses besondere Projekt wurde für Jugendliche entwickelt, die sich in ihrem Leben an einer Art Wendepunkt befinden und sich bewusst für einen Weg entscheiden wollen.

WALK A WAY – Lehendorf

Insgesamt wurden 12 Jugendliche der 8. und 9. Klassen von einem Naturpädagogen, dem Schulpsychologen und der Jugendsozialarbeiterin in Gruppen- und Einzelgesprächen angeleitet und begleitet.

Biographiearbeit und die Auseinandersetzung mit sich selbst gehörten genauso dazu, wie eine erste Begegnung mit der Natur im Fürther Stadtwald. Diese erste Phase war wichtig, um diejenigen zu erreichen, die wirklich motiviert sind und bereit sind, über ihren Schatten zu springen, um an ihrem Verhalten etwas zu ändern.

Anfang Juni 2018 fuhr eine Auswahl der Interessenten für drei Tage nach Lehendorf bei Etzelwang in eine Selbstversorgerhütte des Deutschen Alpenvereins. Neben den naheliegenden Aufgaben wie Kochen, sich ums Lagerfeuer kümmern und die Hütte sauber halten, hatten dort die Teilnehmer/innen eine individuell erarbeitete Aufgabe zu bewältigen. Dabei ging es darum, eine Zeitlang allein oder zu zweit im Wald zu verbringen. Ob drei Stunden oder die ganze Nacht, entschieden die Jugendlichen selbst.

WALK A WAY – Tarps

Nachdem die Gegend gemeinsam erkundet wurde, suchten sich die Jugendlichen Plätze im Wald, an denen sie ihre Tarps aufbauten – also Planen, unter denen sie die Nacht oder einen Teil der Nacht verbringen wollten. Selbstverständlich gab es die Möglichkeit, zur Hütte zurück zu kommen und die Aufgabe abzubrechen. Auch dafür wurden Absprachen getroffen. Im Wald, also einer Umgebung, die kaum etwas mit dem alltäglichen Umfeld der Jugendlichen zu tun hat, wird die Konzentration auf sich selbst gut möglich. Begegnungen mit der Natur, mit Rehen auf der Lichtung, Igeln im Unterholz und Glühwürmchen in der Nacht erweitern den Erfahrungshorizont.

Stolz waren am Ende alle auf sich, da sie eine Aufgabe bewältigt hatten, die sie sich vorher niemals zugetraut hätten.